Natürliche Aufgüsse, für jeden Gartenfreund einfach herzustellen
Natürliche Aufgüsse, für jeden Gartenfreund einfach herzustellen
Wermut: Ein Wermutaufguss hilft hervorragend gegen saugende Insekten wie Blattläuse und Milben.
Rezept & Anwendung
• Zutaten: 30 g getrockneten (oder 300 g frischen) Wermut mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen.
• Ziehen lassen: 24 Stunden abgedeckt stehen lassen, danach absieben.
• Spritzen: Unverdünnt auf die betroffenen Blattober- und -unterseiten sprühen.
Hinweis: Nur an bedeckten Tagen oder abends anwenden, um Verbrennungen an den Blättern durch die Sonne zu vermeiden
Efeu: Ein Aufguss (oder Tee) aus Efeublättern ist ein wirksames, natürliches Hausmittel gegen Spinnmilben. Die im Efeu enthaltenen Saponine (Bitterstoffe) wirken als Kontaktmittel und stören den Organismus der Schädlinge.
Rezept & Zubereitung
1. Menge: Etwa 200 bis 250 Gramm frische Efeublätter zerkleinern.
2. Aufkochen: Die Blätter in 1 Liter Wasser für ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen.
3. Verdünnen: Den Sud durch ein Sieb in 4 Liter kaltes Wasser gießen.
4. Anwendung: Die abgekühlte Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen.
Der "5-Liter-Trick" zur erfolgreichen Anwendung
Für eine maximale Wirkung empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
• Pflanze vorbereiten: Die betroffene Pflanze vorher gründlich mit zimmertemperiertem Wasser abduschen, um Spinnweben und bereits viele Milben abzuspülen.
• Gründlich einsprühen: Den Efeu-Sud lückenlos aufsprühen – besonders auf die Blattunterseiten, wo sich die Milben bevorzugt aufhalten.
• Luftfeuchtigkeit erhöhen: Nach dem Einsprühen eine durchsichtige Plastiktüte über die Krone der Pflanze stülpen. Hohe Luftfeuchtigkeit stört die Spinnmilben massiv.
• Behandlungsdauer: Die Tüte für einige Tage über der Pflanze belassen (regelmäßiges kurzes Lüften verhindert Schimmel) und die Behandlung in den Folgetagen wiederholen.
Wichtige Sicherheitshinweise
• Vorsicht bei der Anwendung: Efeu ist in Teilen giftig. Tragen Sie Handschuhe und vermeiden Sie den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten.
• Pflanzenverträglichkeit: Den Sud vor der flächendeckenden Anwendung an einem kleinen Blatt testen und nicht in der prallen Sonne sprühen.
• Erde schützen: Die Blumenerde während des Sprühens abdecken, damit der Sud nicht in den Wurzelbereich gelangt.
Alternativen: Efeu ist leicht giftig. Wenn Ihnen das Risiko zu hoch ist, können Sie auch auf andere biologische Hausmittel wie einfache Schmierseifenlauge oder Rapsöl zurückgreifen.
Ackerschachtelhalm: Vorbeugen von Pilzkrankheiten wie Mehltau, Sternrußtau oder Kraut- und Braunfäule
Auch bei Kartoffeln Fäule und Pfirsichkräuselkrankheit vorbeugend anwenden
Um einen pflanzenstärkenden Aufguss (Sud) aus Ackerschachtelhalm für den Garten herzustellen, weichen Sie 150 g getrockneten oder 1 kg frischen Ackerschachtelhalm für 24 Stunden in 10 Litern Wasser ein. Kochen Sie die Mischung anschließend 30 Minuten lang auf und lassen Sie sie abkühlen. Alternativ 2 Liter kochendes Wasser übergießen. Vor der Anwendung sieben und 1:5 mit Wasser verdünnen.
Anwendung und Wirkung im Garten
Der Aufguss ist ein bewährtes, natürliches Hausmittel, das reich an Kieselsäure ist. Es stärkt die Zellwände von Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau, Sternrußtau oder Kraut- und Braunfäule.
• Verwendung: Die verdünnte Brühe (1 Teil Sud, 5 Teile Wasser) wird großzügig auf die Blätter der Pflanzen gesprüht oder gegossen.
• Häufigkeit: Vorbeugend alle zwei bis drei Wochen anwenden, idealerweise vormittags bei sonnigem Wetter.
Ich selber wende diese Aufgüsse schon viele Jahre an und kann nur aus guter Erfahrung sprechen, dass sie helfen. Probiert es doch selber mal aus.
Mit der Natur für die Natur.
Text: Claudia Döring