GV Im Massbruch e.V.

Erntedankfest


Das Erntedankfest begannen die Mitglieder des Gartenvereins „Im Massbruch“ mit einem Frühschoppen. Die Gartenanlage umfasst 55 Parzellen und liegt an der Gevelsbergstr. genau auf der Grenze zwischen Schüren und Aplerbeck. 51 Gartenfreunde und 5 Kinder nahmen an dem Fest teil.
Im Mittelpunkt des Festes stand die Ehrung der Jubilare. Die Gartenfreunde Achim Fischer und Rolf Strätgen wurden für 25-jährige, Dieter Ernst für 40-jährige und Hannelore Zarth sogar für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Ehrung nahm der Bezirksvertreter Detlev Lampe vor.
Achim Fischer gelangte nach seiner Flucht aus der DDR nach Dortmund-Schüren. Da er gegenüber der Gartenanlage wohnte und mit seinem Hund regelmäßig in der Anlage Gassi gegangen ist, lachte er sich zusammen mit seiner Frau Karin einen Schrebergarten an. Er hat viele Jahre bei Gartenfesten mitgeholfen. Bald wird er jedoch den Garten an seine Tochter und ihren Lebensgefährten übergeben.
Der 86-jährige Rolf Strätgen übernahm mit Beginn seines Rentendaseins zusammen mit seiner Ehefrau Brigitte vor 25 Jahren den gemeinsamen Garten, da sie in der Nähe der Gartenanlage wohnen. Vor einigen Jahren hat er bei dem Einzelgarten-Wettbewerb den 2. Platz erreichen können. Er war eine Zeit lang ehrenamtlicher Hauswirt und organisierte auch im Verein das ein oder andere Gartenfest. In letzter Zeit fällt ihm die Gartenarbeit immer schwerer.
Dieter Ernst übernahm vor 40 Jahren einen Garten im Massbruch, weil er wollte, dass seine Tochter im Garten und in der Natur aufwächst. Sein Arbeitskollege Herbert Zarth „lockte“ ihn und seine Ehefrau Edeltraud damals in die schöne Gartenanlage in Schüren. Wenn es so eben geht, ist Dieter, seitdem er Rentner ist, jeden Tag auf seiner geliebten Scholle; selbst bei schlechtem Wetter lässt er sich davon meist nicht abhalten. Kleingärtner ist Dieter mit Leib und Seele. Als Ausgleichsport betreibt er Tennis. Wenn aber der Garten darunter leiden sollte, wird er mit diesem Sport aufhören. Seine beiden Enkelkinder sind von Anfang an regelmäßig im Garten ihres 70-jährigen Großvaters.
Hannelore Zarth baute ihre Parzelle zusammen mit ihrem Mann Herbert bereits 1968 auf. Da damals die Ehepartnermitgliedschaft nicht gebräulich war, trat sie erst 5 Jahre später dem Verein als Mitglied bei. Seit 1984 bewirtschaftete Hannelore den Garten nach dem Tod ihres Mannes alleine. Mittlerweile hat sie den geliebten Garten an ihre Tochter Petra übergeben, half aber bis letztes Jahr immer noch mit. Erst nach einem Sturz im letzten Jahr musste sie ihre Hilfe im Garten aufgeben. Im Januar kommenden Jahres wird Hannelore ihren 90. Geburtstag feiern.
Höhepunkt des Gartenfestes war ein Essen, wie es wohl noch nie in einer Dortmunder Gartenanlage stattgefunden hat. Der Michelin-Sternekoch Dirk Grammon kredenzte ein Menü allererster Klasse. Als Vorspeise gab es eine Kürbissuppe mit Kürbiskernöl. Als Hauptspeisen standen zur Auswahl:
• Ragout vom heimische Wild in eigener Sauce mit Champignons und Preiselbeeren sowie Rotkohl und Klöße
• Braten vom Bunten Bentheimer Schweinenacken mit Sauerkraut und Püree von Andengold Kartoffeln
• Keule vom Kikok Maishuhn mit herbstlichen Gemüsen geschmort

Fotos und Bericht: Ulrich Winden