Harmonische Delegiertenversammlung der Dortmunder Kleingärtner

Die Delegiertenversammlung der Dachorganisation der Dortmunder Schrebergartenvereine fand im Haus Pulsschlag in Dortmund-Dorstfeld statt und verlief in einer insgesamt sehr harmonischen Atmosphäre. An der Veranstaltung nahmen 158 Delegierte teil. Als Gäste konnten begrüßt werden: die beiden Bürgermeister der Stadt Norbert Schilff (SPD) und Britta Gövert (Grüne), die beiden Landtagsabgeordneten Anja Butschkau und Volkan Baran (beide SPD) sowie als Vertreter des Landesverbandes die Geschäftsführerin Karoline Podchull-Giesebrecht und der Beisitzer Marius Feldmeier.
Erster Gastredner war Bürgermeister Norbert Schilff, der die große Bedeutung des Kleingartenwesens mit 119 Gartenvereinen und über 13.000 Mitglieder für unsere grüne Stadt betonte. Er lobte dabei besonders ehrenamtliches Engagement, Verantwortung und Zusammenhalt des Verbandes sowohl zu den Vereinen als auch zur Stadt. Auch bei schwierigen Themen wie Swimmingpools oder Trampoline wurden Lösungen und Kompromisse mit Augenmaß gefunden. Ein gutes Beispiel erfolgreicher Vernetzung ist die Zusammenarbeit von Stadtverband und Landesverband, die gemeinsam bei der IGA2027 einen Infostand im Zukunftsgarten auf der Kokerei Hansa präsentieren.
Danach dankte die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau für die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und beim Verband. Kleingärten sind weit mehr als nur schöne grüne Orte. Sie sind Orte des Miteinanders, des Zusammenhalts und guter Nachbarschaften. Da die Instandhaltung der Gartenanlagen viel Kraft und Geld kosten, wird die Landes-SPD Förderprogramme zur Sanierung und Modernisierung der Anlagen auf den Weg bringen, da sowohl die Kommunen als auch die Vereine diese Kosten nicht allein stemmen können. Wünschenswert ist, dass die Vereine diese Initiativen aktiv unterstützen.
Letzter Redner war der Rechtanwalt und Beisitzer des Landesverbandes Marius Feldmeier, der über 2 neuere Entscheidungen des Bundesgerichtshofes und des Oberlandesgerichts Brandenburg informierte. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass Kleingartenanlagen (KGA) den besonderen Schutz des Bundeskleingartengesetzes genießen. Beim Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg ging es um den Schutz von KGA, nur wenn sie auch kleingärtnerisch genutzt werden. Wenn die Drittelregelung in der KGA nicht erfüllt wird, entfällt dieser Schutz.
Nach den Grußworten wurde in würdigem Rahmen der verstorbenen Mitglieder gedacht:
· der stellv. Vorsitzende Hans-Jüren (Fitti) Droll verstarb am 07.09.2025 im Alter von 76 Jahren),
· das Ehrenmitglied Werner Dannebom verstarb am 06.01.2026 im Alter von 95 Jahren,
· der Bezirksvertreter für Süd, Michael Schmidt, verstarb am 17.02.2026 im Alter von 64 Jahren.
Im weiteren Verlauf stießen sowohl der Geschäftsbericht als auch der Kassenbericht und der Haushaltsplan auf uneingeschränkte Zustimmung und wurden einstimmig verabschiedet. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte mit großer Mehrheit bei lediglich fünf Gegenstimmen.
Auch die anstehenden Wahlen verliefen reibungslos: Alle 3 Vorstandsposten konnten einstimmig neu besetzt werden:
· neuer stellvertretender Vorsitzende ist Bernd Casper vom Gartenverein „Fröhliche Morgensonne“,
· neue Bezirksvertreterin wurde erstmals eine Frau: Simone Grotjans vom Gartenverein „Auf der Kuhle“ vertritt den Bezirk West,
· alter und neuer Bezirksvertreter für den Bezirk Süd wurde Gert Haase vom Gartenverein „Am grünen Entenpoth“, der diesen verantwortungsvollen Posten noch einmal übernahm, um den Bezirk Süd nicht unbesetzt zu lassen. Eine wichtige Aufgabe ist für Gert die erfolgreiche Suche eines jüngeren Nachfolgers.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Abstimmung zur Änderung der Gartenordnung, die ebenfalls einstimmig angenommen wurde. Grundlage hierfür war eine intensive Vorarbeit in den Bezirksversammlungen, bei der Anregungen und neue Vorschläge bereits berücksichtigt worden waren.
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