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Gartenfreund online

6 / 2019

Abschied von Ilse Michaleks Zaubergarten

„Hier, ich habe eine Beere gefunden.“ Da sind ganz viele.“ 8 Kindergarten-Kinder wuselten am 21. Juni fröhlich durch Ilse Michaleks Garten auf der Suche nach reifen Himbeeren. Und in der Tat, in diesem Garten gibt es viel zu entdecken. Überall blühen die verschiedensten Blumen, Beeren leuchten in den zahlreichen Sträuchern und das mit Hilfe der Kinder gesetzte Gemüse steht in Reih und Glied.

Seit 20 Jahren öffnet Ilse Michalek ihren Garten für Kindergruppen der Kita Fabido Wattenscheidskamp im Gartenverein „Am Schlossweg“ in Dortmund Bodelschwingh. Erzieherin, Sandra Schellschmidt, weiß das sehr zu schätzen. Nicht nur, dass das Bewusstsein für das Zusammenspiel von Mensch, Pflanzen und Tieren im Garten geschärft wird.  Die Arbeit in der Natur fördert auch das Erlernen der deutschen Sprache bei den Kindern mit Migrationshintergrund. „Flüchtlingskinder leben hier auf, vergessen ihre Sorgen und werden offener“, berichtet die Erzieherin.

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Die zukünftigen Schulkinder der Fabido TEK Wattenscheidskamp werden verabschiedet. Das wird mit Muffins und selbst hergestelltem Pfefferminztee gefeiert. Jedes Kind erhält von Ilse Michalek einen individuell gestalteten Stoffbeutel mit Schulutensilien. Das soll den Abschied etwas leichter machen.

Viel haben die Kita-Kinder hier schon erlebt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jede Jahreszeit hatte ihren Reiz. Im Frühling wurden Erbsen und Bohnen in Reihen gesät. Der Osterhase war sogar im Kräutergarten und hat dort seine Eier versteckt.  Auf eine Entdeckungsreise der langsamen Art gingen die Kinder beim Projekt „Schnirkelschnecken“. Sie erlebten auf der Suche nach dem Froschkönig viele Abenteuer und beobachteten die Kaulquappen im Teich. Im Kräutergarten wurden alle Sinne geschult. Es versteht sich von selbst, dass die Kartoffeln zum Kräuterquark selbst ausgebuddelt waren. Auch im Winter gab es genug zu tun. Im Vereinshaus wurden Meisenknödel hergestellt und anschließend die Vögel gefüttert und beobachtet.

Ein besonderes Highlight war jedes Jahr der Tag der Muttersprache. Die Eltern der Kinder mit Migrationshintergrund spendeten einheimische Gerichte. Bruder Jakob wurde mehrsprachig gesungen und das Stück „Hänsel und Gretel“ aufgeführt.

Natürlich kam auch das Spielen bei diesen Gartenerlebnissen nicht zu kurz. Am Ende hieß es immer: Auf zum Spielplatz und toben nach Herzenslust.

Ilse Michaleks Garten ist ein Beispiel für gelungene Integration und gelebte Mitmenschlichkeit. Ein verwunschener Garten als Lernort über die Natur mit allen Sinnen.

Am Schluss des Tages bedankten sich die Kinder mit 2 Abschiedsliedern. Sie werden Ilse Michaleks Garten sicher sehr vermissen.

Bea Wild (Redaktion Dortmunder Stadtverband)


5 / 2019

KGV Otto Hue

Spielplatz feierlich eingeweiht

Am 25. Mai begrüßten wir unsere Gartenfreunde, Gäste und Kinder bei schönstem Sonnenschein zur offiziellen Einweihung des neuen Kinderspielplatzes an unserem Vereinsheim. Im Gartenverein Otto Hue e.V. sind mittlerweile alle Generationen vertreten. Viele Gartenfreunde verbringen hier gerne Zeit mit der Familie, mit Kindern und Enkeln. In den vergangenen Jahren sind auch wieder viele jüngere Kinder dazugekommen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun erstmals einen Spielplatz haben, wo sie gemeinsam aktiv sein und sich etwas austoben können. Auf der Wiese vor dem Vereinsheim laden Schaukel, Karussell, Rutsche und Sandkasten zum Spielen ein und sorgen für willkommene Abwechslung an dem ein oder anderen „Gartentag“. Pünktlich zur neuen Saison wurde der Spielplatz fertiggestellt und konnte von den Kleinen in Besitz genommen werden.

Zur feierlichen Eröffnung wurde gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und kleine Geschenke für die Kinder. Natürlich waren auch die Sponsoren eingeladen. Wir freuen uns sehr, dass sie das Spielplatzprojekt mit finanziellen Zuschüssen ermöglicht und uns bei der Umsetzung unterstützt haben.

Wir bedanken uns auch auf diesem Weg herzlich bei der Sparkasse Dortmund, beim Spielplatzverein und dem Stadtverband sowie bei der Bezirksverwaltung Hörde für die freundliche und engagierte Unterstützung.

 


 

5 / 2019

40jähriges Jubiläum des Gartenvereins „Kortental“ (Dortmund-Dorstfeld)

Die Stimmung war gut beim 40jährigen Jubiläum des Gartenvereins „Kortental“, das im Vereinsheim „Glück Auf“ in Dortmund-Dorstfeld begangen wurde. Die erste Vorsitzende, Caroline Macziaßek, hieß als Gäste Bürgermeister Manfred Sauer, Heinrich Jordan (Vorsitzender des Stadtverbands Dortmunder Gartenvereine) und Günter Moor (Bezirksvertreter Dortmund-West) willkommen. Ihr besonderes Lob galt Hans Urbaniak (Vorsitzender des „grünen Kreises“), der sozusagen als Schirmherr die Entwicklung der Gartenanlage begleitet und gefördert hat. Er war es, der damals den Verein am 25. Mai 1979 mitbegründete, der den Bagger für die Verlegung der Kanalisation besorgte und dafür sorgte, dass Bäume gepflanzt wurden. Kortental wurde als hundertste Kleingartenanlage damals persönlich von Oberbürgermeister Günter Samtlebe eröffnet, der dafür sogar ein Fass Bier ausgab.

Frau Macziaßeks besonderes Augenmerk gilt jedoch der Zukunft des Vereins, der eingebettet in den Landschaftspark West, einen Mehrwert für die Natur darstellt. Das ist besonders an dem im Jahr 2018 gebauten Biotop zu erkennen, das Pflanzen, Insekten und Vögeln eine neue Heimat bietet und somit für die so dringend benötigte Förderung der Biodiversität sorgt.

Bürgermeister Manfred Sauer hob die Bedeutung der Gartenvereine für den Naturschutz hervor und versprach, dass Dortmunds grüne Flächen nicht anderweitig verplant werden sollen. Er zitierte ein Bonmot der Schriftstellerin Aba Assa: „Wer einen Garten hat, der lebt im Paradies.“ Dem konnten die Gartenfreunde nur beipflichten.

Nicht nur die Gartenanlage feierte an diesem Tag ihr 40jähriges Jubiläum, sondern auch einige Gartenfreunde, die anschließend von Heinrich Jordan und Günter Moor geehrt wurden. Über eine Urkunde und die goldene Nadel des Stadtverbands Dortmunder Gartenvereine freuten sich Marita und Norbert Kneer, Friedhelm und Margot Schröder, Elfie und Kurt Schmidt, Bernhard Dittrich, Birgit und Albert Karl Schmidt (2. Vorsitzender) und Annegret Soeren.

Die Gründungsmitglieder hatten anfangs viel zu tun. Die Lauben der 35 Gärten, die Wege und Leitungen wurden in Eigenleistung errichtet. Auf Parzelle 36 wurde ein Gerätehaus gebaut. Bald stellte sich heraus, dass der Lehmboden die Anlage bei jedem Regenguss in eine mecklenburgische Seenplatte verwandelte. Ursache: Der Untergrund besteht aus undurchlässigem Lehmboden. Die Zustände waren auf die Dauer unhaltbar. Einige Gärtner waren schon so weit, das Handtuch zu werfen. So genehmigte die Stadt Dortmund schließlich nach langen Kämpfen den Bau einer Kanalisation und stellte dafür 45.000 DM zur Verfügung. Die Abwasserleitungen wurden von den Gartenfreunden selbst verlegt. 1989 entstand das neue Vereinshaus. Es wurde in Wuppertal ab- und im Kortental in kürzester Zeit wieder aufgebaut.  Auch die Steine für den Toilettenbau wurden dem Verein gespendet. Der Westfalenpark stiftete Betonsteine für die Außenanlage. All diese Arbeiten waren nur durch den unermütlichen Einsatz aller Mitglieder möglich.

Kortental als Teil des Landschaftsparks West ist heute eine sehenswerte Anlage mit einem tollen Biotiop, das durch seine Artenvielfalt besticht.

Bea Wild (Redaktion Dortmunder Stadtverband)